Falkenbach

Mal abgesehen davon, dass Falkenbach ein ziemlich cooler Name für einen Char in einem Rollenspiel wäre, ist es der Name eines Musik-Projektes von Markus Tümmers .

Alle paar Jahre kommt dann mal wieder ein Longplayer raus. Falkenbach folgt stilseitig eine recht klare Linie, wobei ich persönlich den Eindruck einer fortlaufenden Perfektionierung habe. Ich bin seit dem Album „…Magni blandinn ok megintiri… “ von 1998 dabei und habe dieses Album bereits als das perfekte Metal-Album gesehen. Jeder weitere Output danach hat in mir dasselbe Gefühl des perfekten Metal-Albums geweckt… was schon irgendwie seltsam ist…

Das letzte Album „Asa“ ist aus dem Jahre 2013 und auch dieses Album ist (wie alle Alben von Falkenbach zuvor) das perfekte Metal-Album. Seitdem ist es recht still um Markus Tümmers geworden, ich habe zumindest noch nicht irgendwo mitbekommen, dass er an einem frischen Silberling arbeitet… aber sei’s drum – so lange ist und bleibt eben ASA auf meiner persönlichen Metal-Hitliste auf Platz 1.

2013 ist nun schon wirklich eine ganze Weile her, warum schreibe ich also erst jetzt ein paar Zeilen über Falkenbach?

Der angehende Winter ist für mich immer eine Zeit des Metals. In der Region um Ingolstadt herum hat diese Zeit eine zusätzliche Komponente, die die Stimmung noch mehr in diese Richtung drückt: den permanenten Nebel.

Dieses Jahr scheint irgendetwas zusätzlich zum Nebel in der Luft zu liegen… ein Hauch Veränderung möchte man meinen… da passt dieses wunderbare Album perfekt hinein.

Hier dürft ihr euch nun das Lied Eweroun zu Gemüte führen. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr nichts versteht – der Text ist auf Alt-Isländisch. Lyrics findet ihr unter dem Video.

Genießt diese krass-schöne Zeit, gönnt euch ein herrliches Weißbier und ehrt die alten Götter – ich werde es heute Abend auf jeden Fall tun.

 

 

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

Wijl wintars stilta hvis en wijl vorjaarns guldyn sunnaluiht
Den oude vandrar waagt, fuer eweroun en eweroun
Den oude vandrar waagt wijl naarjaars roud, fuer eweroun, eweroun

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

Wijl wintars stilta hvis en wijl vorjaarns guldyn sunnaluiht
Den oude vandrar waagt, fuer eweroun en eweroun
Den oude vandrar waagt wijl naarjaars roud, fuer eweroun, eweroun..

 

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

While winter’s silent white and while spring’s golden sunlight
The old wanderer walks, forevermore and evermore
The old wanderer walks while autumn’s red, forevermore, evermore

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

While winter’s silent white and while spring’s golden sunlight
The old wanderer walks, forevermore and evermore
The old wanderer walks while autumn’s red, forevermore, evermore..

Rumgezocke

 

Ich habe schon lange nichts mehr zum Thema GAMING geschrieben. Das hat natürlich einen Grund und zwar folgenden: Tatsächlich hat mich nichts mehr so richtig angefixt.

Ich bin bekennender RPler und neben dem einen oder anderen offline-Game (Fallout, Skyrim, etc.) zocke ich unheimlich gerne MMORPGS – wie man sich im Blog unschwer erlesen kann (deutet auf die Kategorie „GAMING“).

Nach den desaströsen Untergang meiner liebevoll aufgebauten Verlassenen-Gilde in WoW habe ich mich einer Nachtelfen Gemeinschaft angeschlossen, die tolles RP machte (und immer noch macht), aber als bekennender Horde-Anhänger, konnte ich mich nicht auf Dauer mit der Allianz anfreunden. Und irgendwie ging mir WoW nach all den Jahren sowieso auf den Zwirn. Eine Pause musste her, also habe ich meinen Account lahmgelegt und bis heute nicht mehr aktiviert.

Nach einer kurzen Elder Scrolls Online-Phase schloss ich ein wenig übersättigt den Deckel meines Gaming-Notebooks und begab mich in eine etwas länger andauernde Zocker-Pause.

ESO ist ein gutes Game und als Bethesda- und Skyrim-Fan ist das Game ja schon fast ein MUSS, dennoch hat es ESO nicht geschafft mich dauerhaft zu fesseln. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht warum. Story ist gut, Grafik ist fett, die Quests sind spannend, langweilig und lustig – ganz so, wie es nunmal in einem MMORPG sein soll. Vielleicht war es der Name des Initiators all des Bösen, das in der Ära in der das Spiel stattfindet:

MANNIMARCO! 

Oder auch seine Sprecherstimme, die mich ständig an die alte Praktiker-Werbung erinnerte… ich weiß es nicht.

Seit ein paar Wochen bin ich aber wieder in meinem Steam-Account unterwegs und probiere ein wenig herum. Okay, diese ganzen Survival-Games erleben ja gerade einen unfassbaren Hype. Ich denke, ich habe alle relevanten Games dieses Genres ausprobiert. Natürlich unter Berücksichtigung des Alpha-Status‘ konnte ich mir ein gutes Bild von den folgenden Games machen: Conan Exiles, Life is Feudal, the Black Death, Valnir Rock.

Die Story ist bei allen irgendwie gleich. Du strandest alleine in einer verlassenen Gegend und versucht mit Dir selbst klar zu kommen. Du hast Hunger und musst essen, Du hast Durst und musst trinken, Du kannst an einem Kratzer krepieren, oder auch erfrieren. Das Setting ist  je nach Game ein wenig unterschiedlich. In Conan hängst Du an einem Kreuz in der Wüste, in Valnir Rock und Life is Feudal strandest Du auf einer Insel und in the Black Death kommst Du in einem mittelalterlichen Örtchen an mit dem Wunsch eine seltsame Seuche zu erforschen.

Am Besten gefallen mir hier Valnir Rock und the Black Death. Ersteres wegen der Rollenspielelemente (man trifft NSCs und erhält entsprechende Quests), letzteres wegen des Themas und der Stimmung. In beide Games schnuppere ich gelegentlich rein, um den aktuellen Stand des Games zu checken.

Dennoch fehlte mir immer noch ein Game auf das ich so richtig Bock habe, wo ich nicht Stunden über Stunden investieren muss und trotzdem meinen Spaß haben kann. Ein Spiel, das einfach Fun vermittelt und eine stabile MMORPG-Community hat – die nicht unbedingt groß sein muss.

Durch Zufall bin ich dann (mal wieder) über WILDSTAR gestolpert. Ich wusste gar nicht, dass das Dingen f2p ist… also habe ich es mal heruntergeladen und gestartet. Yo. Was soll ich sagen… das Spiel trifft so ziemlich all das, was ich im Moment von einem Game erwarte.

Es ist überraschend! Klar gibt es auch die klassischen „sammle 23 davon…. töte 40 hiervon…“– Quests, aber dennoch steckt in jeder Quest ein teils sonderbares, augenzwinkerndes, oder auch lustiges Zückerli. Das mag nicht gleich auffallen, aber irgendwann kommt es einem plötzlich wieder Sinn. Dass man nach dem Scannen eines Kristalls hunderte Meter hochspringen kann (und mal so nebenbei eine eine Quest auf der anderen Seite der Bergkette erhält, wo man NIEMALS sonst hingekommen wäre) mag einem währenddessen erstmal „normal“ vorkommen. Mit einer Nacht drüber schlafen steigt einem aber das Grinsen ins Gesicht… schlafende Kühe umschubsen, mit dem Hooverboard durch die Gegend düsen oder alleine der gelangweilte Materialisierer (ähnlich dem Hearthstone), der gelangweilt sagt: „Ach, schon wieder Du… dachte Du bist längst draufgegangen…“ Herrlichst!

Comic-Style DeLuxe: Möglicherweise bin ich zu sehr WoWgeprägt, aber ich stehe auf diesen halbrealistischen Comic-Style. Möglicherweise hatte ich mit Skyrim, Fallout, Wolfenstein, the Witcher, ESO, etc. pp. zu „realistisch“ aufgezogene Games, die teilweise an einen Spielfilm erinnern… k.A. Der Wildstar-Style wirkt nicht minder ansprechend, und lange nicht so kantig, wie in WoW. Er ist liebevoll detailliert, nah am Rande des überzogen seins, aber dennoch realistisch genug, um das Spiel „ernst“ zu nehmen. Die perfekte Mischung halt.

Es ist lustig: Im „überraschend“-Teil schon kurz angesprochen… es ist voll mit Kopf/Tisch-Humor, schmunzelnden Andeutungen, echten Lachern und perfiden Fragezeichen-Witzen. Das mag an der deutschen Übersetzung liegen, an den permanenten, unterschwelligen WoW-Spitzen, oder auch an der Kombi Charakter/Witz – keine Ahnung – ich find’s super.

Es frisst wenig Zeit (für ein MMORPG): Eine Quest ist mit relativ wenig Zeitaufwand erledigt, ein Event dauert etwas länger, aber auch das ist binnen 30min beendet. Instanzen habe ich noch nicht hinter mich gebracht, aber wenn der Eindruck stimmt ist man hier auch nicht 3-4 Stunden lang beschäftigt. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Alter und meiner Arroganz  den Rechner „mitten drin“ abschalten zu können… 😉

Herausfordernd: Interessanterweise ist es trotz der oben stehenden, angenehmen Seiten äußerst herausfordernd. Natürlich gibt es auch Gegner, die umfallen, wenn man nur in der Nähe steht, aber je weiter man im Game kommt, desto härter wird es. Die Kollegen teilen ziemlich aus und stecken ne Menge ein. Das ist teils frustrierend, teils anspornend – je nach Tageszeit. Zudem erscheint mir die  Respawn-dauer verdammt kurz. Kaum habe ich den letzten Mob niedergeknüppelt, steht der erste wieder bereit. Aber vielleicht brauche ich auch nur zu lange, um die Gegner zu legen… kann auch sein… *kopfkratz*. Dann sind da noch etwaige „Überraschungsgegner“. Nichtsahnend bin ich heute Morgen mit meinem Hooverboard in einen Felsgiganten hineingerauscht, der mich – mit Hilfe eines zuvor plattgemachten und respawnten Mobs- so kräftig vermöbelte, dass ich in meine Maus gebissen habe. Schlimm!

Also es macht auf jeden Fall Bock und fristet ein IMO ungerechtfertigtes Nischendasein im MMORPG-Himmel. Sofern ihr also auch noch auf der Suche nach einer MMORPG Heimat seit, testet es mal an – ich finde es lohnt sich… :

 

Lebenszeichen

Ja, ich gebe zu, ich habe mich etwas rar gemacht. Nicht, weil es nichts zu schreiben gab, oder mich eine Art allgemeine Langeweile in den Klauen hat, sondern einfach, weil mit die Zeit, die Lust und zum Teil auch die Muße gefehlt hat, ein Thema (in meinen Augen) vollständig abzugreifen. Ich habe locker eine Handvoll Entwürfe im Speicher, die ich aufgrund mangelnder Motivation nicht zu ende gebracht habe.

Diese Entwürfe beinhalten im Großen und Ganzen folgende Themen:

  • 1860 München
  • Kampfkunst (Taiji in den Alpen ist schon echt geil)
  • Asatru
  • Urlaub, Zähne,  (ja, die nerven weiter)
  • Weißbier

Über die Löwen kann man immer schreiben, auch über Weißbier geht immer mal wieder was. Die Themen Asatru und Kampfkunst benötigen etwas Hirnschmalz und den verplempere ich derzeit in meinem Job. Dennoch werden – sobald es wieder etwas ruhiger für mich wird – diese Themen noch zeitnah angepackt. Asatru beispielsweise ist ein mächtig faszinierendes Thema, das sowohl politisch, wie auch spirituell oder auch philosophisch angegangen werden kann. Seltsamerweise – oder vielleicht auch logischerweise – hat es eine gewisse Nähe zum Taoismus und somit sogar zum Taiji. Das würde ich gerne mal zerpflücken, benötigt aber etwas mehr Zeit.

Daher darf man gespannt sein – wenn einen denn solche Themen interessieren.

In diesem Sinne!

 

Aufbruchstimmung?

Ich habe mich ja immer zurückgehalten mit Beiträgen über Fußball, knacken hier doch bei einigen sogenannten Fans einfach mal die Synapsen weg und verhindern jede menschlich-zivilisierte Diskussionskultur. Aber es passiert nun mal so unheimlich viel, dass ich einfach schreiben MUSS. Dennoch versuche ich mich so objektiv wie möglich zu halten, auch wenn mich das ganze Tohuwabohu natürlich subjektiv berührt.

Kurz gesagt: ich verspüre so etwas wie Aufbruchstimmung.

Es ist noch ganz zart, ein gerade aufgekeimtes Körnchen, dass sich noch unter der Erde den Weg ans Licht bahnen muss (schöne Metapher, oder?), aber es ist da. Die letzten Wochen waren ein ziemliches Wechselbad der Gefühle. Ich habe mich in dieser Zeit gar nicht so sehr um das „Zeitgeschehen“ bei den 60ern gekümmert, sondern eher versucht die Zeit seit dem Einstieg von Hasan Ismaik Revue passieren zu lassen. Ich hatte diesbezüglich recht wechselhafte Stimmungen. Einerseits war ich froh, dass ein offenbar potenter Geschäftsmann Interesse an dem kleinen Traditionsclub aus Giesing hatte, andererseits haben mich seine Einflussnahme und seine installierten, solariumgebräunten Grinsekatzen in der Vereinsführung regelrecht angekotzt. Die Transferstrategie war mir schlichtweg schleierhaft und bis heute glaube ich, es gab gar keine. Den Abstieg habe ich als eine Art Befreiung gesehen, den doppelten Abstieg in Liga 4 dagegen nur noch als Bestätigung meiner negativen Meinung.

Ich habe mich also durch die Fülle an Informationen gekämpft und letztlich hat mir Manu Thiele mit einem Videobeitrag vollständig Licht in mein Dunkel gebracht. Der Videocast dauert etwa 1,5 Stunden, sorgt aber für so manches „AHA!“. Wer es sehen möchte, hier ist es:

Mittlerweile ist ja etwas Ruhe eingekehrt, der Kader für die kommende Saison steht, wie es aussieht mit wirklich guten Jungs, und die Klärung der Stadionfrage rückt auch in greifbare Nähe. Lt. der Stadt ist der Umzug ins Grünwalder wohl geklärt, nur noch der Uli steht im Weg. Wobei ich ja glaube, dass trotz der ganzen Polemik und Stichelei auch hier die Einigung nur noch eine Frage der Zeit ist – denn letztlich einigt man sich ja immer irgendwie.

Ruhe ist erstmal gut, sportlich scheint alles soweit geklärt – politisch steht der Sturm allerdings noch bevor. Und ich erwarte tatsächlich einen Sturm.

Hasan Ismaik ist der Investor und 60%ige Anteilseigner von 1860, von denen (glücklicherweise) aufgrund der 50+1 Regel des DFB nur 49% stimmberechtigt sind. Mal außer Acht lassend, dass seine seltsame Politik den Verein erst in die Situation gebracht hat, in der er heute steckt, mag es der Investor ursprünglich durchaus gut gemeint haben. Aktuell hört und liest man mehrere Gerüchte über Hasan Ismaik. Einerseits ist von einer privaten Insolvenz die Rede, bzw. er habe sein Vermögen in den Sand gesetzt, andererseits soll er nun angeblich Geld aus seinen getätigten Investitionen zusammenkratzen, um wirtschaftlich wieder durchzustarten. Und 1860 gehört nunmal zu seinen Investitionen.

Fakt ist Hasan Ismael hat viel Geld in den Münchner Verein gepumpt, man spricht von etwa 70Mio EURO und die 60er sind natürlich nicht in der Lage den Betrag an Hasan Ismaik zurück zu zahlen. Bei einer Insolvenz würde HI nichts mehr von seinem Geld sehen, daher hat er wohl auch seine Forderungen, die diesen Sommer offenbar fällig wären, gestundet und somit den 60ern die Möglichkeit gegeben die Saison 17/18 in der 4. Liga zu planen. Man mag hier glauben was man will. Hat HI den Verein „gerettet“? JA, denn nur mit der Stundung konnte Daniel Bierofka den Kader planen und halbwegs frei in die kommende Saison schielen. Hat es HI aus Liebe zum Verein gemacht und weil er ein echter Löwe ist? NEIN, denn letztlich ist er ein Mann aus der Wirtschaft und bevor er seine Millionen in den Sand setzt wartet er lieber eine Ründchen ab und hofft einfach später an sein Geld zu kommen. So weit so gut, ich glaube das ist für jeden irgendwie nachvollziehbar.

Hasan Ismaik hat nun in den letzten Tagen einige Dinge getan und gesagt, die ihn wiederum als ungeduldigen Machtmenschen da stehen lassen. In einem Interview hat er von sich gegeben, dass er durchaus andere Investoren begrüßen würde und eine Insolvenz mit ihm niemals stattfinden wird. Beide Punkte – insbesondere im Hinblick auf die Sicherung seiner Investition – nachvollziehbar. Nur wenn der Verein seinen Betrieb fortführt hat er zumindest noch den Hauch einer Chance seine Kohle wieder zu sehen.

Dann reicht HI eine Klage gegen die 50+1 Regel ein. Und hier beginnt es – wie ich finde – dubios zu werden. Sicherlich wird ein Prozess nicht von heute auf morgen eine Entscheidung bringen, mir kommt es allerdings wie ein Backup vor. Klappt es mit einem weiteren Investor nicht, kann er nach Aufhebung der 50+1 Regelung für den Ausverkauf des Vereins sorgen und im Abgang so sein Vermögen sichern.

Ein weiterer Punkt, den man nicht vergessen sollte, ist die Tatsache, dass Hasan Ismaik Araber ist. Geld ist nur eine Komponente, die Ehre eine weitere. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, muss 1860 entweder demnächst Champions League spielen, ODER Hasan Ismaik geht mit einem GEWINN, oder zumindest OHNE VERLUST  aus dem Verein raus. Da die CL sicherlich nicht in den nächsten 2 Jahren zu erreichen ist, kann man meiner Meinung nach HI nur mit dem 2. Punkt aus dem Verein rausbekommen.

Hier macht sich gerade etwas Hoffnung breit, denn neben zwei Münchner Familien und einer Investitionsgesellschaft um Jens Lehmann und Felix Magath herum hat sich nun auch ein Münchner Milliardär (oder auch Millionär, je nach dem welcher Postille man glauben mag) als Fan der 60er geoutet und ist offenbar bereit entsprechend in den Verein zu investieren. Der Typ heißt Gerhard Mey und scheint ein – zumindest den Interviews nach – bodenständig ehrgeiziger Mann zu sein, ein Bayer und 60er Fan mit Weitblick. Ein Mann, den die 60er sicherlich gut gebrauchen können.

Das ganze wird aktuell unter den Fans heiß diskutiert, ich versuche mich da weitestgehend heraus zu halten – möchte aber mein Wunschszenario kurz an die Wand malen:

Gerhard Mey, die Truppe um Jens Lehmann und Felix Magath, die beiden Münchner Familien und der Verein packen sich zusammen, zahlen Hasan Ismaik aus, geben ihm noch einen Teil an Kohlen oben drauf, damit sein angekratztes Ehrgefühl nicht mehr ganz so juckt und stellen Markus Fauser als 100%igen Geschäftsführer ein. Dass er es kann und offensichtlich ein fähiger Vertreter seiner Zunft ist, hat er in den letzten Wochen schon bewiesen. Mit Jens Lehmann und Felix Magath sind 2 Typen am Start die durchaus etwas (dringend benötigtes) Fußballverständis in den Verein bringen würden.

Und wenn dann noch BENNY LAUTH in den Verein einsteigt – in welcher Position auch immer – kann es nur noch geil werden! 🙂

Selbst wenn nur Teile dieses Szenarios eintreten würden, wäre es es ein großer Schritt für die 60er. Langfristig glaube ich, kann nur der Abgang von Hasan Ismaik den Verein dauerhaft retten. Ohne einen Investor allerdings, wird 1860 nicht dauerhaft überleben können. Es sei denn man ist mit der Liga 4 fein und hat keine weiteren Ambitionen.

So sehr ich Grünwalder Stadion auch mag, ich persönlich hätte mich über das Olympia Stadion gefreut. Wenn ich mir den Kader ansehe und die ganzen Perspektiv-Spieler aus der Jugend betrachte, gehe ich davon aus, dass ein Aufstieg in die 2. Liga unter den oben genannten Voraussetzungen schnell funktionieren würde. Das Grünwalder steht in einem solchen Fall dann sicher wieder zur Diskussion.

Aber gut, wir werden sehen. Vielleicht ist dieser Beitrag ja prophetischer Natur und die Dinge entwickeln sich wie beschrieben. Ich habe auf jeden Fall ein Auge drauf und werde – sofern nötig – wieder darüber berichten. 😉

Warum denn 60er, Oida?

Der Mann und der Fußball ist eine immerwährende Geschichte. Ich gebe durchaus problemfrei zu, dass mich mit dem Fußball nicht allzuviel verbindet. Ja, ich habe seit meinem 5. oder 6. Lebensjahr Fußball gespielt und dann erst mit etwa 19 Jahren aufgehört. Ich habe wohl auch nicht so schlecht gespielt, für die Bezirksliga hat es durchaus gereicht. Allerdings war ich kein Fußballjunkie, der seine komplette Freizeit und Kohle für diesen Sport geopfert hat. Es gab wichtigere Dinge. Freunde, Mädels und Party. Länderspiele fand ich immer langweilig und ein Verein, dem ich die sagenumwobene Fantreue schenken konnte, gab es nicht. Als Niedersachse, der in der Nähe von Hannover aufgewachsen ist, hätte mein Herzchen irgendwie an Hannover 96 hängen sollen. Aber ich war da pragmatisch und bin nach Sympathie gegangen. So war ich Fan von Werder Bremen. Das war nicht jeder und das war cool. Bis ich etwa 12 wurde und die Bundesliga etwas intensiver gescannt werden konnte. Löwen. Hm. Okay. München. Weit weg. Hm. Mal auf dem Radar lassen.

Auf diesem Radar blieben sie dann die nächsten Jahre, während ich mir die Bundesligavereine beider Ligen ansah und das alles nicht so überzeugend fand. Bei den Löwen war es anders. Ich trauerte bei einem Abstieg, jubelte leise bei erneutem Aufstieg, aber so recht als FAN der 60er wollte ich mich nicht bezeichnen. München war halt wirklich weit weg und so richtig mochte die niemand.

Aber es kam aber wie es kommen musste. Vor nunmehr 6 Jahren bin ich mit meiner Family dann nach Bayern gezogen. Für die Bayern war der Fall sofort klar: „Wo kummstn her?“ „Aus der Nähe von Hannover.“ „Bist a 96er?“ „Öhm… naja also …“ „HA! Hob ihs do gwusst!“

 

 

Man kann ja sagen was man will, aber die Löwen machen es einem auch nicht leicht zu ihnen zu stehen. Selbst eingefleischte 60er Fans geben ja nur noch peinlich berührt zu, dass sie 60er Fans sind. Eskapaden in der Vereinsspitze, ein selbstverliebter Investor, ein zusammengerümpelter Haufen Spieler, die alles – nur keine Mannschaft sind… Und dann kam der tiefe Fall mit der versauten Relegation gegen Regensburg. Alles bröckelte auseinander und zu guter Letzt wird die Konzession für den Drittligabetrieb nicht gezahlt. Wer hier nun Schuld hat, ist mir (auf deutsch gesagt) scheißegal. Fakt ist, die 60er spielen nun in Liga 4 und mein persönlicher Held in dieser Zeit des Niedergangs – Daniel Bierofka – bastelt derzeit mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und er U19 ein Team. Und ich hoffe wirklich EIN TEAM! 

In dieser Phase des Umbruchs und trotz Liga 4 und der immer noch drohenden Insolvenz, die Markus Fauser hoffentlich abwenden wird, habe ich nun mein altes Löwen-Trikot aus der Saison 2003/2004 (mit Cerny auf dem Rücken) herausgekramt und werde nun auch öffentlich zu diesem Verein zu stehen, der mich seit meiner Kindheit immer irgendwie begleitet hat.

 

 

 

 

 

Sportlich, so glaube ich, wird es für die Löwen kein Problem sein zeitnah wieder in der Liga 2 zu spielen. Ob es der Verein auch wirtschaftlich schaffen wird, am besten mit neuer, frischer Vereinsspitze und möglicherweise neuem, oder zusätzlichen Investor, sei mal dahingestellt. Ich wünsche es den Löwen.

Einmal Löwe, immer Löwe.