Kein Jahresrückblick 2013

Der obligatorische Jahresrückblick. Ich lasse ihn ausfallen. Nur soviel: 2013 war ein sehr turbulentes Jahr. Ich glaube beinahe, es war eines der turbulentesten Jahre meines Lebens. In Q3 wurde es besser, geordneter. Das Ende wurde dann sogar richtig gut. Jetzt bin ich froh, daß es vorbei ist.

Ich sitze in der Küche, reibe meine Sorgenplautze, wie ein Relikt vergangener Tage (ich habe wieder kräftig zugelegt im 2. Halbjahr) und freue mich auf 2014.

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In diesem Sinne: guten Rutsch, bis bald, Namaste.

Kabinettstückchen

Die Bundestagswahl ist vorbei, die GroKo (ein selten dämliches Kotzwort) hat sich zusammengerauft und das Kabinett wurde gebildet. Deutschland schreit (kurz) auf und geht wieder an die Arbeit.

Und bei all der Aufregung, die seit der Bundestagswahl durch das Land waberte, fällt mir nur der gute, alte Albert Einstein ein:

Die Definition von Wahnsinn ist, stets das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Liebe Leute der CDU-Wähler, wenn ihr tatsächlich geglaubt habt, daß ihr mit dem Kreuz bei SCHWARZ eine Veränderung herbeiführt, habt ihr euch selber verarscht.

Liebe SPD. Wenn ihr tatsächlich geglaubt habt mit der Zustimmung zur großen Koalition eine Veränderung herbeigeführt zu haben, habt ihr euch selber verarscht.

Und ebenso wie sich Frau Herr Gabriel und Herr Frau Merkel äußerlich zunehmend angleichen, erkenne ich persönlich  zunehmend keinen Unterschied mehr zwischen SPD-Rot und CDU/CSU-Schwarz.

Gabrimerkel

Ich halte es persönlich sowieso eher mit … ja, mit wem bloß? Keine Ahnung von wem der Spruch ist, ich habe ihn auf jeden Fall bereits seit Jahrzehnten zu einem meiner Leistprüche deklariert:

Ert wenn man Angst vor dem nächsten Schritt hat, treten wahre Veränderungen ein.

Also Leute, das nächste Mal MEHR MUT!

In diesem Sinne!

die Wege des Herrn…

… sind unergründlich.

Keine Ahnung wer das mal gesagt hat/haben soll – ist mir auch egal, denn letztlich ist es die Aussage an sich, die der Wahrheit entspricht. Ich hätte auch so etwas schreiben können wie „erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“, oder so nen Käse, der Sinn bleibt gleich.

Als ich neulich mit meinem Roller durch die oberbayerische Pampa knatterte, habe ich mich ziemlich verfranst. Also, ich wusste zwar wo ich ungefähr war und in welche Richtung ich weiterömmeln musste, der Weg wurde allerdings immer matschiger und unbefahrbarer, so daß ich zeitweise das Gefühl hatte, übers blanke Feld zu juckeln. Oder besser DURCHS blanke Feld, denn der erste Schnee hat die Gegend hier in ein großes Nebelschlammloch verwandelt.

NebellochWie dem auch sei, irgendwann habe ich etwa 20m vor mir ein Polizeiauto den Feldweg kreuzen sehen und dachte so bei mir: „Na, die Kollegen werden wohl wissen, wie man wieder in die Zivilisation kommt…“ und kneterte dem VW Passat hinterher. Der Weg wurde zu eine Pfad, der Pfad zu blanker, matschiger Erde, die Reifenspuren liessen mich aber weiterfahren, obwohl ich den Polizeiwagen nicht mehr sah – der war im Nebelloch verschwunden.

Nach einiger Zeit war es mir zu blöde. Ich hielt an und wollte drehen, als mir jemand aus dem Nebel heraus etwas zurief: „Hee, woartens ammoi!“

Ich wartete und durch den Matsch und Nebel sah ich dann irgendwann einen Polizisten auf mich zukommen, der zu mir sagte, als er mich erreichte: „I hob mi festgfoahren do hintn…“ und tatsächlich, mit Adleraugen sah ich dann den Polizeiwagen am Feldrand im Grab liegen. Da ist der gute Polizist beim Drehen schön in den Graben gerutscht…

Auf jeden Fall hat mir der Polizist erstmal erklärt, daß sein Handyakku leer ist und ob er mich um Hilfe bitten dürfte. Ich zückte mein Fon und sagte: „Ja aber sicher – sofern Sie mir erklären können, wie ich aus dieser öden Pampa zurück in die Zivilisation finde.“

Er erklärte mir den Weg und ich erreichte ohne Probleme eine asphaltierte Straße – ich liess ihn telefonieren und er wurde mit vereinten Polizeikräften aus dem Schmodder gezogen.

So gesehen eine ziemlich unspektakuläre Geschichte, die ihren Weg in diesen Blog fand. Für mich hat diese Story aber durchaus Relevanz, denn letztlich stellt sich dadurch (mal wieder) die Frage: Gibt es einen Zufall?

In diesem Sinne!