über die Freundschaft

Ich sag’s ganz offen: es gibt nicht viele Menschen, die mir wichtig sind. Es sind nur wenige Leute, mit denen mich mehr verbindet als ein freundliches „Hallo, wie geht’s„, etc… das reicht um einen netten Abend zu erleben, aber dann ist auch gut.

Zu den Menschen die mir wichtig sind habe ich unterschiedlich viel Kontakt. Von jährlich bis täglich ist irgendwie alles dabei – zumeist der Tatsache geschuldet, daß einfach viel Entfernung dazwischenliegt.

Warum Freundschaften irgendwann keine mehr sind, darüber will ich hier gar nicht philosophieren. Das kennt jeder… unterschiedliche Entwicklungen, Lebensströme, der Nutzen geht verloren, etc. bla.

Ich hatte am Wochenende ein recht cooles Erlebnis. Die Sonne schien und ich machte mich auf nach München um ein Eis zu essen und nen bissel durch die Gegend zu flanieren. Nach einer Weile war ich dann in der Fußgängerzone, latschte vor mich hin und dann stand etwa 10 Meter vor mir ein Typ, den ich irgendwie kannte, aber LOCKER 5 oder 6 Jahre nicht mehr gesehen habe. Wir haben uns zwar gut verstanden, hatten aber nie wirklich viel miteinander zu tun – auf jeden Fall gingen wir aufeinander zu, mit jedem Schritt kam ein Stück Erinnerung zurück und letztlich haben wir uns wortlos umarmt.

Der Rest geht in die großen Tage meiner persönlichen Geschichte ein, hammermäßig! 🙂

Aber wieso ist das so? Warum ist es manchmal so, daß man einen Menschen nach JAHREN wiedertrifft und es genauso ist, als ob man sich erst gestern das letzte Mal gesehen hat?

Und wieso trennen sich dann die Wege von Menschen, die eine wirklich enge Beziehung zueinander hatten und gemeinsam durch wirklich krasse Zeiten gegangen sind…

Schicksal, Karma, etc … jaja ist schon klar und WUPP, sind wir doch beim Thema: Wieso geht eine Freundschaft auseinander -> da wollte ich ja gar nicht hin!

Was ich sagen will ist eigentlich nur eins: Freundschaft ist nicht die Anzahl der Tage, die man mit einer Person verbringt, Freundschaft ist WIE man die Tage mit einer Person verbringt – so wenig es auch sind.

In diesem Sinne!

vom Kaffee 2

ein kurzes und knappes Update zum Kaffeefasten: Es geht mir sehr gut. Die Kopfschmerzen und Krankheitsgefühle haben nach 3-4 Tagen nachgelassen. Die restlichen Tage der Woche hatte ich so meine Phasen tagsüber, in denen gar nichts mehr ging. Dis Zungen fühkte sich wie eine Wollsocke an – und so muss ich auch gesprochen haben – und die Konzentration konnte ich nur mit Willenskraft halbwegs oben halten.

Nun nach knapp 1,5 Wochen ohne Kaffee geht es mir wirklich gut! ich komme relativ gut aus dem Bett, habe tagsüber keine Downphasen mehr und fühle mich „lebendiger“, wenn man das so sagen kann.

Also – es lohnt! 🙂

vom Kaffee

Kinderlied:

1) C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Kaffee!
2) Nicht für Kinder ist der Türkentrank, schwächt die Nerven, macht dich blaß und krank,
3) Sei doch kein Muselmann, der ihn nicht lassen kann. 

Ich muss zugeben, ich liebe Kaffee. Stark und schwarz muss er sein, beizeiten auch gern mit einem Löffelchen Zucker. Spielereien mit Milch mochte ich nie, also diese ganzen Lattes und Cappuccinos finde ich echt widerwärtig. Egal ob mit ekeliger Kuh-, oder Pflanzenmilch.

ABER, es ist ja nun Fastenzeit. Ich bin nicht wirklich christlich, oder religiös motiviert, dennoch mache ich gerne gelegentlich diese „Auszeit“ mit.

Dieses Jahr hatte ich folgendes Ziel: Verzicht auf tierische Fette.

Für mich als Vegetarier nicht wirklich ein Problem. Gut – Käse fällt weg. Das schmerzt schon. Aber sonstiges Milchzeug und auch Eier stehen sowieso schon länger nicht mehr auf meiner Einkaufsliste. Also habe ich mit dem Verzicht auf Käse angefangen. Das ging problemlos. Nach ein paar Tagen – die Fastenzeit geht ja nun erst eine Woche – kam ich nach einem meetingintensiven und zu hohem kaffeekonsumgeladenen Arbeitstag nicht in den Schlaf. Mein Magen ließ mich deutlich spüren, daß es schlicht zu viel war.

Für mich als konsequent inkonsequenten Menschen der Anreiz den Konsum von Kaffee erstmal zu reduzieren. Aber wie das in solchen Fällen nun mal immer ist: man macht sich etwas vor. Der Trinker, der auf ein Glas verzichtet, der Raucher, der die Mittagskippe sein lässt… alles Makulatur.

Seit gestern nun verzichte ich nun also völlig auf Kaffee. Heute ist der zweite Tag, der nur aus Tee, Wasser und Tee besteht. Klar, kein Schwarztee, oder so… die härteste Droge ist derzeit der grüne Tee, den ich mir morgens mache.

Und wie geht’s mir? Scheiße. Selten ging es mir so dreckig. Gestern war es ja noch erträglich, denn ich fühlte mich nur müde und leicht gereizt. Heute jedoch könnte ich die Wände hochgehen. Mein Schädel fühlt sich an, als ob er neben seinem eigentlichen Platz ist und meine Stimmung ist völlig im Keller. Schüttelfrost und Schweißausbrüche wechseln sich ab und meine Konzentration liegt wahrscheinlich noch im Bett. Und diese ätzenden Kopfschmerzen…

Ich hatte nun verschiedene Theorien. Es ist eine angehende Grippe. Ich nehme nur einen kleinen Schluck. Ich habe zwar keine Sympathie für Nadel, aber intravenös ist auch okay.

Nach einigen Recherchen im Netz habe ich nun festgestellt: ich bin nicht alleine. Jeder beschreibt seinen Koffein-Entzug auf beinahe die gleiche Art und Weise. Sicher – in unterschiedlicher Ausprägung, aber die Grundsymptome sind fast immer gleich.

Mittlerweile grübel ich eher darüber nach, was für einen Mist man seinem Körper eigentlich mit dem Konsum von so einem Dreck antut…

Sei’s drum – ich habe keine Ahnung ob ich es wirklich aushalte auf Kaffee komplett zu verzichten. Wenn ja, schreibe ich es bestimmt hier rein. Im Moment weiß ich nur eins: sollte ich jetzt wirklich eine Tasse Kaffee vor mir stehen haben, mir würde schlecht werden.

In diesem Sinnes- Schön durchhalten!