old love never dies

Ja, so sieht das aus. Das mag nicht für alle Menschen auf dieser Welt zutreffen, für mich schon. Als ich mit meinen zarten 9 oder 10 Jahren damals anfing, meine ersten eigenständigen musikalischen Schritte zu machen, konnte ich noch nicht wissen, daß die Band meiner Wahl mich bis heute begleiten wird. Klar, Geschmäcker ändern sich und mein liebstes Musikgenre ist schon seit geraumer Zeit der Reggae. Jedoch freue ich mich jedesmal wie ein (vegetarisches) Schnitzel, wenn ich höre, dass diese Band es dann doch nochmal geschafft hat, ein neues Album auf den Weg zu bringen.

Ich bin nicht mit „the wild boys“ eingestiegen, wie wahrscheinlich viele Fans der damaligen Zeit. Mein erster Schuß dieser Droge war eine Single davor: „the reflex„.

Eine Single hat damals (glaube ich) 4 oder 5 Mark gekostet. Als 10jähriger schlich ich durch die Single-Regale und wollte eigentlich eine Single von KAJAGOOGOO kaufen, konnte mich weder an den Titel, noch an den Namen der Band erinnern. Ich dachte halt „wenn ich die Platte sehe, werd‘ ich es schon erkennen. Ich griff also zu einer Single, besten Gewissens die richtige Scheibe zu haben und stolz wie Oskar fuhr ich mit dem Bus nach Hause.

Dort legte ich die Scheibe auf den Plattenteller und war erstmal gefrustet. Scheiße, is ja gar nicht das Lied… um im nächsten Moment begeistert zu sein: wie hieß nochmal die Band? Duran Duran? Geil!

Von dem Tag an war ich Fan!

Photo Credit- Mark Weiss/ Angles
Duran Duran früher und unten Kajagoogoo… sind schon ähnlich, oder?

 

 

Photo Credit- Mark Weiss/ Angles

 

 

 

 

 

Kajagoogoo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich war also Fan und besorgte mir in den nächsten Jahren, was die Jungs so von sich gegeben haben. Ich fand die Trennung 1984 scheiße und da ich auf die Stimme von Simon Le Bon stand fand ich ARCADIA toll und Power Station mist. ARCADIA war so ein Projekt, da hätte ich mir mehr von gewünscht. So krass anders als der damalige Pop-Markt und so abartig wegweisend für die Musik – ich glaube den meisten ist gar nicht bewusst, welchen Einfluss diese eine Scheibe „so red the rose“ auf die Musikkultur hatte.

Dann waren die Jungs plötzlich erwachsen. Es gab keine „große“ Reunion, nur drei blieben übrig. Notorious erschien und wie ein Geier lief ich zum Plattenladen meines Vertrauens und besorgte mir: Single, Maxi-Single und kurz darauf die LP. Und seitdem habe ich mit Duran Duran Scheiben immer wieder folgendes Erlebnis: Ich kaufe die Plate blind, höre sie zu Hause und denke: „Naja“. Doch irgendetwas brennt sich ein, eine Melodie, eine Textstelle oder irgendetwas Unerwartetes im Titelverlauf und so ändert sich meine Meinung binnen weniger Tage von „Naja“ zu „Uffz, geiles Teil…“.

Nach mehreren Jahren sind die Jungs mal wieder zu viert, also 4 aus der Ursprungsbesetzung und auch dieses Jahr kommt eine neue Scheibe raus: Paper-Gods!

Der Longplayer ist noch nicht raus, aber die erste Single-Auskopplung wir gerade promoted und hier ist es wieder dasselbe… seltsam.

Faszinierend finde ich wieder die Reaktion der „Fans“. Retorte alter Songs, Reste und Überbleibsel früherer Aufnahmen, blablagna… von mir aus. Ich habe da nichts gegen. Ich für meinen Teil bin froh, dass es die Kollegen aus Birmingham 1. überhaupt noch gibt, 2. dass die noch Musik machen und 3. dass die es schaffen, mich immer noch musikalisch zu begeistern!

Zum Schluss noch ein Video… jaja, dass muss sein!

Mir haben die „unerfolgreicheren“ Alben immer etwas besser gefallen, so auch das Album „Liberty“, das mittlerweile 25 Jahre alt ist… krass wie die Zeit rennt…