Amy MacDonald – under stars

Ich mag Amy MacDonald. Seitdem ich sie das erste Mal vor nunmehr 10 Jahren mit ihrer Gitarre auf der Bühne gesehen habe, bin ich quasi Fan. JA, neben Immortal, Beethoven und Moderat passt auch eine Amy MacDonald. 🙂

Ich habe mich tierisch gefreut, als ihr neues Album „under stars“ angekündigt wurde und quasi blind habe ich mich als Vorbesteller bei einem großen Onliner eingetragen.

Nach kurzer Zeit tröpfelten dann auch die ersten beiden Songs in meine App und beide fand ich gut. Zum einen wurde die erste Single „dream on“ in den Player gepusht und als zweiter Song dann eine Akustik Version von „down by the river“.

Leicht hüpfend und mit klatschenden Händchen wartete ich dann auf den Rest des Albums… und nun ja – irgendwann durfte ich es dann hören.

Sie hat sich verändert, die gute Amy. Sie ist ruhiger geworden, bedächtiger möchte ich fast sagen. Ihre Stimme ist immer noch toll, hat aber gefühlt an Leichtigkeit verloren… sie wirkt ernster. Was OK ist, jedoch habe ich den Eindruck es wurde versucht diese Ernsthaftigkeit und verlorene Leichtigkeit mit bis an den Grad der Überschwenglichkeit gespielten Melodien zu übertünchen.

Heraus gekommen ist ein Album, das irgendwie lapidar klingt, aber dennoch eine Tiefe birgt, die sich nicht mit einem oberflächlichen Hören erschließen lässt. Man muss sich allerdings darauf einlassen und dies – muss ich leider zugeben – fällt nicht leicht. Zu stark ist der Drang das Album mit einem Schulterzucken und einem seichten „naja“ wegzustellen.

Das Album beinhaltet eine Auswahl an Songs, die in den letzten 5 Jahren entstanden sind. Offenbar hat Amy in der Zeit eine Menge für sich verarbeitet, hat diese Auszeit wahrscheinlich auch gebraucht um mit sich, ihrem Erfolg und ihrer Umwelt klar zu kommen. Andere verlieren sich in Drogen, stürzen mit Alkohol ab, oder verschwinden völlig von der Bildfläche… Amy hat Songs geschrieben.

Wie bereits geschrieben verliert sich leider diese Tiefe in dem Willen eingängige Melodien zu erschaffen, oder ein möglichst Mainstream-klingendes Album auf den Markt zu bringen.

DENNOCH finde ich das Album gut. Ich muss mich hier ein wenig korrigieren… dennoch finde ich die DELUXE-Version des Albums gut!

Auf der DELUXE Variante findet man von jedem Titel eine zusätzliche Akustik-Version und hier habe ich plötzlich die Tiefe gefunden, die mir in den „normalen“ Songs einfach fehlt. Plötzlich klingt Amy anders. Rauher, ehrlicher, schöner. Man hört was sie fühlt und spürt den Sinn hinter dem Text, ihre Gedanken dazu. Man muss natürlich Bock auf eine gehörige Portion Ehrlichkeit haben, wenn man den zweiten Teil des Silberlings hört. Hier kann man nicht einfach die Songs weghören. Man wird quasi dazu gezwungen zu zuhören und in den Titel hineingesogen.

Nach einem normalen Arbeitstag ist mir dies schlicht too much. Am Wochenende und mit entsprechender Stimmung ist es allerdings einfach… schön.

Meine Wertung würde ich daher in 2 Teile splitten. Bei einer Höchst-Wertung von 5 Sternen würde ich…

… der Standard-Version von „under stars“ 2 Sterne geben,

… der DELUXE-Version dagegen 4 Sterne.

4 Sterne, weil man den lapidaren Teil der Standard-Edition einfach mitkaufen muss. Wäre es ein reines Akustik-Album geworden, hätte ich dem Werk 5 Sterne gegeben.

Und weil es einfach passt und die erste Single-Auskopplung schlicht der beste Song der Standard-Edition ist, dürft ihr euch hier das Video zu Gemüte führen:

 

In diesem Sinne!

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