Falkenbach

Mal abgesehen davon, dass Falkenbach ein ziemlich cooler Name für einen Char in einem Rollenspiel wäre, ist es der Name eines Musik-Projektes von Markus Tümmers .

Alle paar Jahre kommt dann mal wieder ein Longplayer raus. Falkenbach folgt stilseitig eine recht klare Linie, wobei ich persönlich den Eindruck einer fortlaufenden Perfektionierung habe. Ich bin seit dem Album „…Magni blandinn ok megintiri… “ von 1998 dabei und habe dieses Album bereits als das perfekte Metal-Album gesehen. Jeder weitere Output danach hat in mir dasselbe Gefühl des perfekten Metal-Albums geweckt… was schon irgendwie seltsam ist…

Das letzte Album „Asa“ ist aus dem Jahre 2013 und auch dieses Album ist (wie alle Alben von Falkenbach zuvor) das perfekte Metal-Album. Seitdem ist es recht still um Markus Tümmers geworden, ich habe zumindest noch nicht irgendwo mitbekommen, dass er an einem frischen Silberling arbeitet… aber sei’s drum – so lange ist und bleibt eben ASA auf meiner persönlichen Metal-Hitliste auf Platz 1.

2013 ist nun schon wirklich eine ganze Weile her, warum schreibe ich also erst jetzt ein paar Zeilen über Falkenbach?

Der angehende Winter ist für mich immer eine Zeit des Metals. In der Region um Ingolstadt herum hat diese Zeit eine zusätzliche Komponente, die die Stimmung noch mehr in diese Richtung drückt: den permanenten Nebel.

Dieses Jahr scheint irgendetwas zusätzlich zum Nebel in der Luft zu liegen… ein Hauch Veränderung möchte man meinen… da passt dieses wunderbare Album perfekt hinein.

Hier dürft ihr euch nun das Lied Eweroun zu Gemüte führen. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr nichts versteht – der Text ist auf Alt-Isländisch. Lyrics findet ihr unter dem Video.

Genießt diese krass-schöne Zeit, gönnt euch ein herrliches Weißbier und ehrt die alten Götter – ich werde es heute Abend auf jeden Fall tun.

 

 

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

Wijl wintars stilta hvis en wijl vorjaarns guldyn sunnaluiht
Den oude vandrar waagt, fuer eweroun en eweroun
Den oude vandrar waagt wijl naarjaars roud, fuer eweroun, eweroun

I wintars stilta hvis
I vorjaarns guldyn luiht
I naarjaars bluodin roud, naarjaars bluodin roud

Wijl wintars stilta hvis en wijl vorjaarns guldyn sunnaluiht
Den oude vandrar waagt, fuer eweroun en eweroun
Den oude vandrar waagt wijl naarjaars roud, fuer eweroun, eweroun..

 

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

While winter’s silent white and while spring’s golden sunlight
The old wanderer walks, forevermore and evermore
The old wanderer walks while autumn’s red, forevermore, evermore

In winter’s silent white
In spring’s golden light
In autumn’s bloody red, autumn’s bloody red

While winter’s silent white and while spring’s golden sunlight
The old wanderer walks, forevermore and evermore
The old wanderer walks while autumn’s red, forevermore, evermore..

Rumgezocke

 

Ich habe schon lange nichts mehr zum Thema GAMING geschrieben. Das hat natürlich einen Grund und zwar folgenden: Tatsächlich hat mich nichts mehr so richtig angefixt.

Ich bin bekennender RPler und neben dem einen oder anderen offline-Game (Fallout, Skyrim, etc.) zocke ich unheimlich gerne MMORPGS – wie man sich im Blog unschwer erlesen kann (deutet auf die Kategorie „GAMING“).

Nach den desaströsen Untergang meiner liebevoll aufgebauten Verlassenen-Gilde in WoW habe ich mich einer Nachtelfen Gemeinschaft angeschlossen, die tolles RP machte (und immer noch macht), aber als bekennender Horde-Anhänger, konnte ich mich nicht auf Dauer mit der Allianz anfreunden. Und irgendwie ging mir WoW nach all den Jahren sowieso auf den Zwirn. Eine Pause musste her, also habe ich meinen Account lahmgelegt und bis heute nicht mehr aktiviert.

Nach einer kurzen Elder Scrolls Online-Phase schloss ich ein wenig übersättigt den Deckel meines Gaming-Notebooks und begab mich in eine etwas länger andauernde Zocker-Pause.

ESO ist ein gutes Game und als Bethesda- und Skyrim-Fan ist das Game ja schon fast ein MUSS, dennoch hat es ESO nicht geschafft mich dauerhaft zu fesseln. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht warum. Story ist gut, Grafik ist fett, die Quests sind spannend, langweilig und lustig – ganz so, wie es nunmal in einem MMORPG sein soll. Vielleicht war es der Name des Initiators all des Bösen, das in der Ära in der das Spiel stattfindet:

MANNIMARCO! 

Oder auch seine Sprecherstimme, die mich ständig an die alte Praktiker-Werbung erinnerte… ich weiß es nicht.

Seit ein paar Wochen bin ich aber wieder in meinem Steam-Account unterwegs und probiere ein wenig herum. Okay, diese ganzen Survival-Games erleben ja gerade einen unfassbaren Hype. Ich denke, ich habe alle relevanten Games dieses Genres ausprobiert. Natürlich unter Berücksichtigung des Alpha-Status‘ konnte ich mir ein gutes Bild von den folgenden Games machen: Conan Exiles, Life is Feudal, the Black Death, Valnir Rock.

Die Story ist bei allen irgendwie gleich. Du strandest alleine in einer verlassenen Gegend und versucht mit Dir selbst klar zu kommen. Du hast Hunger und musst essen, Du hast Durst und musst trinken, Du kannst an einem Kratzer krepieren, oder auch erfrieren. Das Setting ist  je nach Game ein wenig unterschiedlich. In Conan hängst Du an einem Kreuz in der Wüste, in Valnir Rock und Life is Feudal strandest Du auf einer Insel und in the Black Death kommst Du in einem mittelalterlichen Örtchen an mit dem Wunsch eine seltsame Seuche zu erforschen.

Am Besten gefallen mir hier Valnir Rock und the Black Death. Ersteres wegen der Rollenspielelemente (man trifft NSCs und erhält entsprechende Quests), letzteres wegen des Themas und der Stimmung. In beide Games schnuppere ich gelegentlich rein, um den aktuellen Stand des Games zu checken.

Dennoch fehlte mir immer noch ein Game auf das ich so richtig Bock habe, wo ich nicht Stunden über Stunden investieren muss und trotzdem meinen Spaß haben kann. Ein Spiel, das einfach Fun vermittelt und eine stabile MMORPG-Community hat – die nicht unbedingt groß sein muss.

Durch Zufall bin ich dann (mal wieder) über WILDSTAR gestolpert. Ich wusste gar nicht, dass das Dingen f2p ist… also habe ich es mal heruntergeladen und gestartet. Yo. Was soll ich sagen… das Spiel trifft so ziemlich all das, was ich im Moment von einem Game erwarte.

Es ist überraschend! Klar gibt es auch die klassischen „sammle 23 davon…. töte 40 hiervon…“– Quests, aber dennoch steckt in jeder Quest ein teils sonderbares, augenzwinkerndes, oder auch lustiges Zückerli. Das mag nicht gleich auffallen, aber irgendwann kommt es einem plötzlich wieder Sinn. Dass man nach dem Scannen eines Kristalls hunderte Meter hochspringen kann (und mal so nebenbei eine eine Quest auf der anderen Seite der Bergkette erhält, wo man NIEMALS sonst hingekommen wäre) mag einem währenddessen erstmal „normal“ vorkommen. Mit einer Nacht drüber schlafen steigt einem aber das Grinsen ins Gesicht… schlafende Kühe umschubsen, mit dem Hooverboard durch die Gegend düsen oder alleine der gelangweilte Materialisierer (ähnlich dem Hearthstone), der gelangweilt sagt: „Ach, schon wieder Du… dachte Du bist längst draufgegangen…“ Herrlichst!

Comic-Style DeLuxe: Möglicherweise bin ich zu sehr WoWgeprägt, aber ich stehe auf diesen halbrealistischen Comic-Style. Möglicherweise hatte ich mit Skyrim, Fallout, Wolfenstein, the Witcher, ESO, etc. pp. zu „realistisch“ aufgezogene Games, die teilweise an einen Spielfilm erinnern… k.A. Der Wildstar-Style wirkt nicht minder ansprechend, und lange nicht so kantig, wie in WoW. Er ist liebevoll detailliert, nah am Rande des überzogen seins, aber dennoch realistisch genug, um das Spiel „ernst“ zu nehmen. Die perfekte Mischung halt.

Es ist lustig: Im „überraschend“-Teil schon kurz angesprochen… es ist voll mit Kopf/Tisch-Humor, schmunzelnden Andeutungen, echten Lachern und perfiden Fragezeichen-Witzen. Das mag an der deutschen Übersetzung liegen, an den permanenten, unterschwelligen WoW-Spitzen, oder auch an der Kombi Charakter/Witz – keine Ahnung – ich find’s super.

Es frisst wenig Zeit (für ein MMORPG): Eine Quest ist mit relativ wenig Zeitaufwand erledigt, ein Event dauert etwas länger, aber auch das ist binnen 30min beendet. Instanzen habe ich noch nicht hinter mich gebracht, aber wenn der Eindruck stimmt ist man hier auch nicht 3-4 Stunden lang beschäftigt. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Alter und meiner Arroganz  den Rechner „mitten drin“ abschalten zu können… 😉

Herausfordernd: Interessanterweise ist es trotz der oben stehenden, angenehmen Seiten äußerst herausfordernd. Natürlich gibt es auch Gegner, die umfallen, wenn man nur in der Nähe steht, aber je weiter man im Game kommt, desto härter wird es. Die Kollegen teilen ziemlich aus und stecken ne Menge ein. Das ist teils frustrierend, teils anspornend – je nach Tageszeit. Zudem erscheint mir die  Respawn-dauer verdammt kurz. Kaum habe ich den letzten Mob niedergeknüppelt, steht der erste wieder bereit. Aber vielleicht brauche ich auch nur zu lange, um die Gegner zu legen… kann auch sein… *kopfkratz*. Dann sind da noch etwaige „Überraschungsgegner“. Nichtsahnend bin ich heute Morgen mit meinem Hooverboard in einen Felsgiganten hineingerauscht, der mich – mit Hilfe eines zuvor plattgemachten und respawnten Mobs- so kräftig vermöbelte, dass ich in meine Maus gebissen habe. Schlimm!

Also es macht auf jeden Fall Bock und fristet ein IMO ungerechtfertigtes Nischendasein im MMORPG-Himmel. Sofern ihr also auch noch auf der Suche nach einer MMORPG Heimat seit, testet es mal an – ich finde es lohnt sich… :