Erkenntnisse Update 2

Oha, mein letzter Beitrag ist nunmehr etwa… pfff…  MONATE her, so dass ich fast schon einen Jahresrückblick schreiben könnte… aber: man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben (in meinem Fall wohl eher: bewerten), daher hebe ich mir dieses Resümee für einen späteren Zeitpunkt auf.

Um aber diesem Beitrag etwas mehr Inhalt zu geben, als ein einfaches „Hallo, ich lebe noch!“ nutze ich mein altes (längst überholtes) Versprechen, endlich den 2. Teil des Erkenntnisse-Beitrags zu schreiben. Here we go:

Seinerzeit bin ich von 7 Punkten ausgegangen, die ich mir regelmäßig vornehmen wollte.

  1. Gib einem Menschen Macht (versetze ihn unter Druck) und es zeigt sich sein wahrer Charakter.
  2. Der erste Eindruck ist (fast) immer richtig.
  3. Die Definition von Heimat
  4. Übergänge und Lebensabschnitte
  5. Gesundheit ist das höchste Gut
  6. Minimalismus als Sucht
  7. Veränderungen sind nicht immer gut, aber manchmal leider nötig

Bereits im ersten Teil habe ich diese Punkte dann teilweise zusammengefasst und beantwortet, hier würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen.. .aber legen wir doch einfach mal los:

Nicht auf das Jahresresümee vorgreifen wollend muss ich allerdings doch darauf hinweisen, dass 2018 ein äußerst unruhiges Jahr war. Interessant in weiten Teilen, aufreibend, aber auch spannend – es ist viel passiert, was nicht heißt, dass es irgendwie nach Vorne ging. 2018 würde ich eher als Umweg werten, mit dem ich an einer ähnlichen Stelle aussteigen werde, wo ich Ende 2017 losgefahren bin. Gut, dann ist es eben so.

  1. Gib einem Menschen Macht (versetze ihn unter Druck) und es zeigt sich sein wahrer Charakter.
  2. Der erste Eindruck ist (fast) immer richtig.

Ich denke die beiden Punkte können wir mittlerweile übergehen. Es ist so. Ausnahmen gibt es immer mal wieder, jedoch kann ich diese an einer Hand abzählen und habe immer noch genug Finger übrig um meinen Kaffeebecher problemlos halten zu können.

3. und 4. Die Definition von Heimat // Übergänge und Lebensabschnitte

Nach viel hin und her hat sich dann letztlich doch der Eindruck gefestigt, dass Heimat nur bedingt mit etwas mit Staatsbürgerschaft zu tun hat. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass das Blut einen gewissen Ruf ausübt und uns Menschen fühlen lässt, wo er sich wohlfühlt, und wo nicht. Der genetische Abdruck in uns lässt sich nicht verleugnen, er ist ja quasi eine Ansammlung von den Erfahrungen, Lebensumständen und Geschichten unserer Ahnen. Und wenn es Orte gibt, an denen ich mich zu Hause fühle, dann ist es in und bei meiner Familie, und dort wo Meer und Berge sind. Das mag nun äußerst seltsam klingen, doch wer schon einmal in Norwegen war, weiß was ich meine.

Wie ich bereits in einem älteren Beitrag geschrieben habe, ist mein Verhältnis zu Österreich sehr ambivalent. Ist dieses Ländchen Heimat? Ja. Und nein. Aber es gibt Fakten, um die ich nicht herumkomme. Ich weiß schlicht und einfach, dass ich mein Leben nicht in Deutschland beenden werde. Es ist ein inneres ziehen, eine seltsame Sehnsucht, die ich nicht fassen kann. Nun, da ich die Geschichte meiner Familie kenne, ist es nicht mehr ganz so seltsam… aber wie dem auch sei… also neben dem Wissen, dass Deutschland nicht meine Endstation ist, ergibt sich automatisch die Frage: ja was ist denn dann die Endstation?  Und hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es Österreich sein könnte, das Land, dessen Name auf meinem Personalausweis steht. Über die Gründe hierzu lasse ich mich gerne in einem späteren, bereits geplanten, Beitrag aus.

Und letztlich bezugnehmend auf den zweiten Teil des Abschnittes „Übergänge und Lebensabschnitte“: Im Moment geht etwas zu Ende. Eine sehr lehrreiche und anstrengende Phase. Wie lange es noch dauert und wann der genaue Zeitpunkt ist, keine Ahnung. Und evtl. schwappt mich das bereits im Anschluss befindliche Neue über die Landesgrenzen. Ich bin da offen.

5. Gesundheit ist das höchste Gut und 6. Minimalismus als Sucht

Während ich zu Punkt 6 nichts mehr zu schreiben / sagen habe, möchte ich Punkt 5 näher beleuchten:

Wie eigentlich immer ist meine Gesundheit so ziemlich das Letzte, auf das ich achte. Ich bewege ich zu wenig und ich esse zu viel und dann auch noch das Falsche. Sicher gibt es kurze Phasen, da achte ich drauf, aber letztlich ist es Augenwischerei. Ich mache mir etwas vor, ich bilde mit etwas ein. Ich bin zu fett und faul, arbeite zu lang und schlafe zu wenig. Ich nehme zu viele Kopfschmerztabletten und die darauf resultierende Überempfindlichkeit meines Magens beschwichtige ich mit Magentropfen. Und zu guter letzt bin ich voll auf Nasenspray. Ich weiß genau woran es liegt, bin aber zu stoisch, um das zu ändern. Meine Mutter sagte früher immer, dass dann irgendwann der Büffel ausbricht. Das ist bis dato nur wenige Male in meinem Leben passiert, führte aber immer zu einem kompletten Neuaufbau. Mag sein, dass es wieder passiert, aber vielleicht kommt mir ja das Leben zuvor…. denn wie im vorherigen Abschnitt schon geschrieben: es riecht nach Veränderungen.. und somit geht es weiter zu Punkt 7:

7.Veränderungen sind nicht immer gut, aber manchmal leider nötig, oder der Büffel in uns

Mütter sind schon irgendwie cool, sie sind in der Lage gewisse Eigenarten mit einfachen Worten auf den Punkt zu bringen. Für mich war es der „Büffel“. Mit diesem Büffel habe ich mein Leben nicht oft, aber doch öfter, ziemlich durcheinandergewirbelt. Es waren Phasen einer gewissen Reinigung, eines sich Trennens von alten, festgefahrenen und vor Allem belasteten Dinge. Natürlich waren diese Büffel-Phasen schmerzhaft, aufreibend und extrem anstrengend. Aber rückblickend immer gut. Es gibt Zeiten, da denke ich in diesem Zusammenhang an Shiva, den alten Hindu-Gott. Er zerstört Altes um Neues entstehen zu lassen. Wie passend.

Sicherlich bin ich heute nicht mehr ganz so impulsiv wie früher. Ich bin in der Lage mir länger auf die Zunge zu beißen und manches nicht mehr ganz so persönlich und ernst zu nehmen. Um so explosiver erscheinen dann ungewohnt laute Reaktionen von mir. In der heutigen Situation spitzt sich die Lage langsam aber sicher zu. Natürlich verstehe ich das, wenn die Nerven blank liegen und ungewöhnliche Aufgaben plötzlich auf dem Schreibtisch liegen. Wenn dies aber mit Aggression, Vorwurf und Beleidigung einher geht, wird nach und nach eine Grenze überschritten und im gleichen Zug somit erweitert, die schlicht und einfach nicht überschritten werden darf. Und genau das beobachte ich / muss ich leider in meinem direkten Umfeld beobachten. Und der Büffel fängt an zu schnauben.

Auch wenn es mich nicht direkt betrifft, hat so etwas natürlich Auswirkungen auf die Kollegialität, das Arbeitsumfeld, auf das Leben an sich. Was immer wieder unterschätzt wird, ist der Fakt, dass man mehr wache Zeit auf der Arbeit verbringt, als zu Hause und / oder mit Freunden. Schon alleine deshalb sollte das Arbeitsumfeld ein Ort sein, an dem man sich in gewisser Weise wohlfühlen darf. Bestimmt gibt es Unternehmen wo das möglich ist, da bin ich von überzeugt. Es gibt ganze Länder, die eine solche Arbeitskultur pflegen, man schaue einfach mal nach Skandinavien. Dort geht es seltsamerweise.

 

Resümee

Eigentlich gibt es keins. Ich beschreibe Situationen, keine Maßnahmen, keine Veränderungen. Ich schreibe über Dinge, die gemacht werden „müssten“, ich aber nur selten in der Lage bin zu tun. Es ist irgendwie frustrierend. Aber auch beruhigend. Seltsam oder?

Ein Kommentar zu „Erkenntnisse Update 2

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