Mein Kampfkunstweg 4 – …und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

Okay, der November ist quasi um, Zeit für ein weiteres Update.

Ich habe mir ursprünglich für den November eine ganze Menge vorgenommen:

  • mindestens 6x beim Training aufschlagen
  • um spät. 23 Uhr ins Bett gehen
  • auf der Waage vor dem Komma eine 95 sehen

Alle drei Ziele habe ich grandios verpasst. Ich denke mal jeder berufstätige Mensch hat phasenweise das Problem, dass er nicht pünktlich aus dem Büro kommt. Hinzu kommt in meinem Falle noch eine Umstrukturierung, die zusätzliche Energie raubt. Es gelingt mir mittlerweile öfter den Stift für das Training fallen zu lassen, aber eben nicht so oft, wie es der Fall sein müsste, oder gar sollte. Ich arbeite weiter daran.

Abends um 23 Uhr herum ins Bett zu gehen ist für mich eine echte Herausforderung, denn ich bin dann schlicht und einfach noch nicht müde. Wenn ich es dann doch mal gepackt habe, wälze ich mich ewig hin und her und schlafe später ein, als wenn ich noch etwas gewartet hätte. Blöd.

Als ich im September mit Kyokushin begonnen habe, hatte ich etwas über 100 kg auf den Rippen. Um genau zu sein pendelte ich zwischen 101 und 102 Kilo herum. Anfang November lag ich dann bei ~ 98 kg. Mit Disziplin und Durchhaltevermögen hätte ich auf die 95 kg schaffen können… aber gut, immerhin habe ich mein Gewicht gehalten. Auch heute wiege ich noch ~ 98 kg. Die 95 kg, habe ich mir als neues Ziel für Ende Dezember gesetzt… Weihnachtsfresserei Galore…

Aber genug davon, jetzt ab in die Karate-Welt!

Mitte Dezember stehen die nächsten Kyu-Prüfungen an und das Training wurde vollständig darauf ausgelegt. Es geht also nicht mehr großartig darum neue Techniken zu lernen, sondern in erster Linie darum das Gelernte sauber auszuführen.

Fitness ist zweite Schwerpunkt. Und puh… das haut wirklich rein… die erste halbe Stunde läuft dann wie folgt: Technikfolge, 20 Kniebeugen, 20 Situps, 20 Liegestütze, Technikfolge, 20 Kniebeugen, 20 Situps,… etc. In Summe kommt man auf etwa 100 Kniebeugen, 100 Situps, 100 Liegestütze.

Im Adrenalinwahn bekommt das gar nicht so mit. Erst wenn man das Lenkrad bei der Heimfahrt nicht richtig halten kann, weiß man, was man getan hat… 🙂

Situps gehöre für mich immer noch in die Kategorie „nogo„. Trotz morgendlichen Übungen schaffe ich ohne Trickserei immer noch keinen einzigen verdammten Situp!

Erst wenn ich meine Füße unter dem Schrank oder Sofa fixiere funktioniert das … und dann sogar ziemlich problemfrei.

Was aber, wenn kein Schrank oder Sofa in der Nähe ist? Dann bin ich wieder der Käfer, der auf seinem Rücken liegt und vor sich hin wippt. Da gibt es bestimmt irgendeinen Kniff, den ich noch herausfinden muss. Ätzend.

Faustliegestütze gehen mittlerweile ganz gut. Lediglich während aber der dritten 20er Reihe muss ich auf die Handfläche wechseln. Aber das wird schon.

Problembereiche:

Während die Fitness langsam… wirklich langsam besser wird, muss ich an der Koordination arbeiten. Klassiker im Vorwärtsgehen: Zenkutsu Dachi, Gedan Barai, Morote Tsuki, Oi Tsuki, Uke, Schritt, Gedan Barai, etc….

Spätestens nach dem dritten Schritt bin ich durcheinander und verhasple mich. Noch heftiger wird es, wenn Tritte dazu kommen. Bei mehr als drei Techniken hintereinander kreuzt sich Hirn mit Bewegung und ich stehe da wie ein Depp. Okay, hier hilft regelmäßiges Training… jaja…

Arbeitszeit vs. Trainingszeit – eine nicht enden wollende Geschichte. Ja, ich muss pünktlich Feierabend machen um pünktlich zum Training zu kommen. Ja, es gelingt mir oftmals nicht. Ich arbeite daran irgendwie eine Lösung zu finden… zumindest schaffe ich es aktuell 1x wtl. in den Dojo.

Fortschritte

Neben der Fitness wird auch meine Beweglichkeit tatsächlich besser. Ich hätte nicht gedacht, dass es so fix geht, aber nach 2,5 Monaten bin ich recht zufrieden. Im Vergleich stinke ich zwar immer noch ab, aber für mich ist es ok, zumindest auf dem richtigen Weg. Okay… die ein oder andere Zerrung schleppe ich schon mit mir mit – aber es wird langsam… 🙂

Positive Nebeneffekte

Ich freue mich aufs Training. Das hatte ich schon länger nicht mehr so. Ich freue mich tatsächlich, wenn ich in den Gi schlüpfe und mir der Schweiß von der Glatze tropft.

Das Schöne beim Kyokushin ist auch die Abwechslung. Von reiner Technik über die körperliche Abhärtung bis hin zum Freikampf ist alles dabei. Man spult halt nicht so den Stiefel runter, sondern effektiv weiß man nicht, was einen erwartet. Das sorgt regelmäßig für einen Adrenalin-Schub, den ich mittlerweile echt begrüße.

Vor und nach dem Training bin ich wirklich gut drauf, der Alltags-Mist ist einfach wegtrainiert und der Kopf wird frei… Frust und Ärger einfach weggeprügelt und rausgeschwitzt… das sorgt für eine grundlegend andere Ausstrahlung im Allgemeinen…. 😉

Trotz all der Härte gibt es keinen Konkurrenzkampf im Dojo, also auch das positive Miteinander ist eine schöne Abwechslung zum Arbeits-Mist, dem ich tagtäglich ausgesetzt bin. Und es wird kein Unterschied gemacht… ob Weiß-, Gelb-, oder Blaugurt – es ist egal. Du wirst nicht geschont.

So… ich freue mich auf jeden Fall schon mal auf den Dezember (der ja schon läuft). Heute nehme ich mir Trainingsfrei, denn ich habe eine fette, fiese Zerrung und Verhärtung im Oberschenkel (Kiba Dachi Olé).

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